Governance in der politischen Okonomie - download pdf or read online

By Susanne Lütz

ISBN-10: 3531151118

ISBN-13: 9783531151113

Globalisierung, Liberalisierung und der zunehmende Wettbewerb zwischen nationalen Märkten setzen das Institutionengefüge heutiger Marktwirtschaften zunehmend unter Druck. Kommt es zur Angleichung der Wirtschaftsstrukturen angelsächsischer und kontinentaleuropäischer Länder? Welche Dynamiken kennzeichnen den Umbau von Institutionen auf der Ebene von Wirtschaftssektoren, regionalen Produktionszusammenhängen oder auch die Transformation von Wirtschaftssystemen in Osteuropa? Diese Fragen stehen nicht nur im Zentrum der aktuellen Wirtschaftspolitik, sondern auch im Mittelpunkt der auf die politische Ökonomie gerichteten Governance-Debatte, welche die Wirtschaft in eine Vielzahl nicht-marktförmiger Institutionen eingebettet sieht. Dieser Band vermittelt einen Überblick über das Analyseinstrumentarium und den aktuellen Stand der auf die Wirtschaft bezogenen Governance-Forschung in verschiedenen Anwendungsfeldern. Kritisch diskutiert wird zudem die Leistungsfähigkeit des Ansatzes zur Erklärung des Wandels im modernen Kapitalismus.

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Regionalökonomien: Alfred Marshall Flexible Spezialisierung und regionale Netzwerke Förderung endogener Wirtschaftspotenziale Mesokorporatismus Für die Regionalökonomie waren die Arbeiten von Alfred Marshall wegweisend. Bereits 1919 argumentierte dieser entgegen dem damaligen „mainstream“ in der Ökonomie, dass selbst in Zeiten der Massenproduktion nicht nur der Großbetrieb und damit die Firmenhierarchie ein Modell zur Sicherstellung von Produktivität und Profitabilität war. Frühindustrielle Wirtschaftsregionen in Mittelengland waren nicht zuletzt deshalb überdurchschnittlich erfolgreich, weil hier eine Vielzahl von Kleinbetrieben ihr Warenangebot durch arbeitsteilige Kooperation kundenorientiert ausdifferenzieren konnte (Marshall 1919).

In organisierten Ökonomien würde die Förderung radikaler Innovationen nicht die gleichen Effekte erzielen wie in liberalen Marktwirtschaften, weil die jeweils komplementären Institutionen nicht vorhanden sind: weder der Staat noch andere Akteure können in institutioneller Hinsicht „Lego“ spielen. Andere Autoren wie Vivien Schmidt empfinden die Typologie des VoCAnsatzes als zu unvollständig und unterscheiden neben den Typen des Market or Managed Capitalism als dritten Typus den State Capitalism, für den sie Frankreich als beispielhaft ansieht (vgl.

Crouch et al. 2005) werden unterschiedliche Argumente für eine eher „lockere Kopplung“ einzelner Produktionssphären und ihrer Institutionen präsentiert. Wolfgang Streeck und Robert Boyer beispielsweise betonen, dass Institutionen nicht als komplementär zueinander konzipiert werden, sondern 37 Historischer Institutionalismus Theorien institutionellen Wandels Wandel schwer erfassbar Kritik an Komplementaritätsannahme: Lose statt enge Kopplung von Institutionen Institutionen als Ergebnis von Kompromissen zwischen gesellschaftlichen Schlüsselgruppen „Slack“ ermöglicht Rekombination von Institutionen Politische Systemvariablen erst neuerdings berücksichtigt oftmals durch einen Prozess der Improvisation, des Experimentierens und der stetigen Modifikation entstehen.

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Governance in der politischen Okonomie by Susanne Lütz


by Robert
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